Joel Granath, Senior Vice President Scania Engines, sagt:
„Unser intern entwickeltes Elektrifizierungskonzept stützt sich auf unsere Erfahrungen aus der Elektrifizierung von Straßenfahrzeugen. Mit der langjährigen und exzellenten Erfahrung von Scania bei der Herstellung von Motoren, die mit Diesel und alternativen Kraftstoffen betrieben werden, beginnen wir jetzt mit der nächsten Entwicklungsstufe, die CO2-reduzierende Elektrifizierungssysteme umfasst.“
Die elektrifizierten Antriebssysteme würden hervorragende Leistung bei kompakten Designs bieten. Alle Komponenten arbeiten nahtlos zusammen und werden von einem gemeinsamen Managementsystem gesteuert. Die Steuerungs- und mechanischen Schnittstellen - CAN J1939 und SAE 1 - bleiben unverändert und vereinfachen dadurch die Integration mit externen Komponenten.
Die Systeme von Scania werden sowohl modular als auch skalierbar sein, sodass Kunden je nach Anwendung und spezifischen Anforderungen eine Reihe von Komponenten auswählen und kombinieren können. Jörg Franzke, Leiter Motoren, Scania Deutschland Österreich, erklärt:
„Für Scania Deutschland Österreich sind wir bereits mit ersten Kunden im Gespräch, um für ihre Anwendungen eine geeignete Hybridlösung zu entwickeln.“
Mit einer potenziellen Reduzierung von CO2-Emissionen von bis zu 92 Prozent kombiniert das Hybrid-Elektrosystem von Scania eine E-Maschine mit einem Verbrennungsmotor - entweder zusammen oder als eigenständige Stromquellen. Das hybridelektrische System kann zum Beispiel in Baggern, Muldenkippern, Steinbrechern, Mobilkränen, Betonpumpen sowie in Flughafenlöschfahrzeugen gewinnbringend eingesetzt werden. Im Marinebereich kann das System beispielsweise in Pendlerschiffen, Straßenfähren, Lotsenschiffen und Hilfsschiffen für Fischzuchtbetriebe von Vorteil sein.
Außergewöhnliches Drehmoment
Die Hybridlösung verbessert die Leistung des Antriebsstrangs mit außergewöhnlichem Drehmoment und Ansprechverhalten direkt aus dem Leerlauf. Der Kraftstoffverbrauch wird erheblich reduziert, während gleichzeitig Betriebskosten, Lärm und Emissionen gesenkt werden. Da die E-Maschine auf den Motor geschraubt wird und ihr Drehzahlbereich an den des Motors angepasst ist, ist kein zusätzliches Getriebe erforderlich. Dadurch werden Energieverluste minimiert und die Konstruktion und Installation der Ausrüstung erleichtert, wobei letztere auch durch die kompakte Bauweise unterstützt wird.
Das vollelektrische System ermöglicht eine potenzielle Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 98 Prozent, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Reachstacker, Portalhubwagen, Muldenkipper, Bagger, Lader, Flughafenlöschfahrzeuge und Flugzeugschlepper sind nur einige der Fahrzeuge und Geräte, die vom vollelektrischen Antriebssystem von Scania profitieren können. Im Marinesegment könnte das System zum Beispiel bei Ausflugsschiffen, Straßenfähren, Windparkhilfsschiffen und Patrouillenbooten sehr nützlich sein.
Niedrige Betriebskosten
Das vollelektrische System wird von einer E-Maschine angetrieben und zeichnet sich durch eine hervorragende Leistungsdichte mit maximalem Drehmoment und Ansprechverhalten direkt beim Start aus. Bei hoher Energieeffizienz und geringem Wartungsaufwand sind die Betriebskosten niedrig. Granath:
„Bei der Entwicklung der zukünftigen Hybrid- und vollelektrischen Antriebssysteme von Scania gehen wir davon aus, dass diese in vielen verschiedenen Anwendungen sehr vorteilhaft sein können. Kunden werden die Leistung des Antriebsstrangs mit sofortigem Ansprechverhalten und außergewöhnlichem Drehmoment begrüßen.“
August 18, 2020 at 03:33PM
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